Kurz-Übersicht- Studienreise Balkan 2025
Studienreise Teil 1: Reisebericht Kosovo 2025 (Pristina, Prizren)
Studienreise Teil 2: Reisebericht Montenegro Kotor 2025 (Podgorica, Kotor, Budva)
Studienreise Teil 3: Reisebericht Montenegro Budva 2025 (Budva, Ulcinj)
Studienreise Teil 4: Reisebericht Tirana - Albanien, Ohrid - Nordmazedonien 2025 (Tirana, Ohrid)
Studienreise Teil 5 Reisebericht Ohrid - Nordmazedonien 2025
Studienreise Teil 6: Reisebericht Skopje - Nordmazedonien 2025
Koordinatenliste zur Studienreise - Balkan 2025 - Reiseberichte von R. A. Mauersberger
Wie bereits in der Zusammenfassung dieser Reise beschrieben, wird es nur ein allgemeiner Eindruck der Sehenswürdigkeiten der vier Länder sein - im Vergleich zu unserer Reise im Jahr 2012.
Der Reiseveranstalter: Reiseservice Deutschland (RSD) hat zahlreiche Abflughäfen zur Abreise angeboten. Von Leipzig wäre kein Preisaufschlag erforderlich gewesen - für uns als Auswärts wohnende jedoch auch. Hier sollte man den Preis der Fahrkosten mit dem Auto oder Bahn und die Kosten für das Parken des Autos berücksichtigen. Da unsere Tochter un der Nähe des Flughafens Berlin-Brandenburg wohnt, nutzten wir den Shuttle-Service der Tochter zum Flughafen und konnten bei ihr das Auto in der gesamten Reisezeit abstellen.
Fahrt nach Berlin
Da unser Abflug von der Freebird Airlines Europe - Flug MI7173 (wurde jedoch von der BH Air / Bulgarian Air company ausgeführt) für 10:40 Uhr ab dem Flughafen Berlin-Brandenburg vorgesehen war, trafen wir kurz vor 8 Uhr dort ein. Es wird immer empfohlen ca. 3 Stunden vor Abflug einzutreffen. Wir hofften, dass das Wetter in Skopje besser esin wird, denn bei Abflug in Berlin war leichter Regen bei einer Außentemperatur von 6°C. Neu für uns war, dass kein Online-CheckIn möglich war - man brauchte am Schalter nur den Ausweis oder Reisepass vorlegen und das Gepäck abgeben und erhielt die Bordkarte - einfach super!
Der CheckIn und Boarding am Gate C7 verlief problemlos - der Start konnte wie geplant durchgeführt werden und hob 10:50 Uhr von der Rollbahn ab. Vermutlich war das gesamte Flugzeug - ein Airbus A320 (9H-FBH) mit 6 x 30 Sitzplätzen für vier Reisegruppen von RSD mit der gebuchten Balkan-Studienreise unterwegs.
Von hier ging der Flug zur Zwischenlandung nach Leipzig und wurde dort gegen 12:19 Uhr nach Skopje fortgesetzt werden. Im Flugzeug saßen die Reisegruppen der vorherigen Balkan-Rundreise von RSD, deren Rückflug über Berlin nach Leipzig erfolgte.
Auf der Frage an unseren Sitznachbarn, die in Leipzig auch ausgestiegen sind, wie sie die Reise empfunden hätten, kam die Antwort, dass sie sehr viel und weit gefahren sind und nicht viel gesehen hatten.
So ging der Flug nach Skopje in Nordmazedonien weiter. Die Landung erfolgte pünktlich um 14:05 Uhr auf dem Меѓународен аеродром Скопје / Airport Skopje.
Die Einreiseformalitäten am Меѓународен аеродром Скопје / Airport Skopje erfolgten zügig und problemlos. Als wir das Gepäck an der Ausgabe entnommen hatten, gingen wir zum Ausgang. Dort warteten mehrere Reiseleiter und konnten bei einem von denen unter Namensnennung die Busnummer erfahren, denn hier trennten sich die vier Reisegruppen in den jeweiligen Bussen.
Nachdem wir am Airport von unserem Reiseleiter Apo empfangen wurden und die Vollzähligkeit aller 44 Touristen feststellte, fuhren wir mit einem übergroßen Reisebus mit der Nummer 1 (später Bus 14) ins International Palace Hotel****
Leider hatten wir keine Zeit, die parallel der Europastraße E75/A1 verlaufenden Sehenswürdigkeiten auf der Fahrt zum Hotel zu besichtigen. So passierten wir rechts den Markovi Kuli / Маркови Кули und später die weniger interessanten Kloster Monastery of St. Ilija / Манастир „Свети Илија“, Monastery „Saint Petka“ / Манастир „Света Петка“ sowie das Monastery „Saint George“ / Манастир „Свети Ѓорѓија“.
Der Turm Markovi Kuli / Маркови Кули im Nordwesten von Prilep wurden nach dem serbischen mittelalterlichen Prinzen Marko Mrnjavčević benannt und befinden sich auf einem 120–180 m hohen Hügel, umgeben von steilen Hängen, die mit winzigen Granitsteinen bedeckt sind. Der obere Teil der ehemaligen Siedlung kann von der Nord- und Südseite aus erreicht werden.
Die ältesten Überreste auf dem Gelände stammen aus der hellenistischen Zeit, gefolgt von byzantinischen Überresten aus dem 5. und 6. Jahrhundert. Die slawische Siedlung stammt aus dem späten 10. Jahrhundert. Während der vier Jahrzehnte dauernden archäologischen Forschung wurden Überreste gefunden, die auf die Existenz einer frühantiken Siedlung – Keramija – hinweisen.
In der Römerzeit dehnte sich das kleine Dorf nach Südwesten aus, wovon zahlreiche Marmorornamente einer frühchristlichen Basilika zeugen.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Markovi_Kuli
Für die Straßenbenutzung der E-75 fiel dem Bus eine Maut von 220 Dinar (PKW 80 Dinar) an.
Das International Palace ist ein 4-Sterne-Luxushotel mitten im Zentrum von Veles. Mit 48 Zimmer können sich die Gäste eine Unterkunft mit hohem Standard sowie echte Gastfreundschaft von unserem Personal genießen, das alleWünsche nach perfektem Komfort erfüllt.
Im Hotel gibt es eine Bar, ein Casino und eine Terrasse mit perfekter Aussicht. Die Gäste können köstliche Küche im Restaurant des Hotels genießen und die 24-Stunden-Rezeption und den Zimmerservice erfüllen alle ihre Wünsche. Kostenloses WLAN (Down 87 Mbps / Up 62 Mbps) und kostenlose Privatparkplätze stehen zur Verfügung. Das Hotel gibt auch Hilfe bei der Autovermietung.
Alle 48 Zimmer sind äußerst komfortabel und mit warmen und wertvollen Materialien ausgestattet, die zu einer ruhigen Atmosphäre beitragen und einen angenehmen und komfortablen Aufenthalt bieten. Die Zimmer sind mit Klimaanlage, schalldichten Fenstern und Türen, Safes und Flachbildfernsehern ausgestattet. Die Gäste können Zimmer mit schönen Balkonen genießen, die für einen angenehmen Aufenthalt voll ausgestattet sind.
Jeden Morgen wird ein kontinentales Frühstück serviert. Man kann im Restaurant auch köstliche Gourmetgerichte genießen, die von einigen der besten Köche zubereitet werden.
Das Deluxe Doppel- oder Zweibettzimmer hat eine Zimmergröße von 15 m² mit einem Kingsize-Bett oder zwei Einzelbetten Als Ausstattung bietet es ein Flachbildfernseher, Balkon mit Stühlen, Schreibtisch, Luxusbad mit Duschkabine, Haartrockner, Safe, Klimaanlage, schalldichte Fenster und Türen sowie einem 24-Stunden-Zimmerservice.
Im Hotel checkten wir ein und erhielten das Zimmer 307. Es wurden noch einmal je Person 1€ Kurtaxe fällig, die beim CheckIn zu zahlen waren. Der Reiseleiter erklärte, dass noch ein optionales Ausflugpacket zum Preis von 119 Euro / Person zubuchbar ist. Es enthält eine Bootsfahrt bei Kotor, Ohrid und ein Balkan-Folkloreabend. Leider war es nicht bereits mit den Buchungsunterlagen beschrieben und konnten auch nicht den Wert einschätzen - hatten aber von vorn herein das Gefühl, dass der Preis deutlich zu hoch sein muss. Bei vergleichbaren Schiffs-Rundfahrten mit deutlich geringeren Personen fielen die Preise wesentlich geringer aus. Da wir aber bei der Gruppe bleiben wollten, buchten wir das Ausflugpaket.
Da das Tagesprogramm offiziell zu Ende war, führten wir eine eigene Stadtbesichtigung durch. Nach Informationen der parallelen RSD - Reisegruppe im Hotel hat deren Reiseleiter einen kleinen Stadtrundgang durchgeführt, denn die Stadt Veles wurde zur Übernachtung nicht angegeben. Da das Hotel Wifi hatte, suchten wir uns unter Google Maps schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus.
Im Laufe der Geschichte hatte Veles / Qyprilliu (ehemals Titov Veles) viele Namen, von denen drei am wichtigsten sind. Vilazora war ursprünglich die päische Stadt Bylazora aus der Zeit der frühen klassischen Antike. Der Name der Stadt war auf Altgriechisch Βελισσός Velissos. Später in der Geschichte wurde es als Teil des Osmanischen Reiches eine Gemeinde (Kaza) namens Köprülü im Sandschak Üsküp (eine der Verwaltungseinheiten des Osmanischen Reiches). Nach der osmanischen Herrschaft war Veles von 1929 bis 1941 Teil der Banschaft Vardar des Königreichs Jugoslawien. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt nach dem jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito als Titov Veles bekannt, aber das „Titov“ wurde 1996 entfernt. Auf Albanisch ist sie aus demselben Grund wie die türkische Variante als Qyprill bekannt. Auf Aromunisch ist die Stadt als Velis bekannt.
Veles war eine Stadt, die schon vor 1000 Jahren von Illyrern und Thrakern bevölkert war. Veles ist eine Stadt des ethnischen Albaniens, heute ist sie von einer größeren mazedonischen Bevölkerung bewohnt. Veles hat auch albanische Dörfer, aber die meisten Dörfer sind von Mazedoniern bewohnt. Die albanische Bevölkerung ging während der Zeit Jugoslawiens größtenteils in die Türkei und wird jetzt „Titov Veles“ genannt, was „Titos Veles“ bedeutet, nach dem Präsidenten Jugoslawiens Josip Broz Tito. Während des Osmanischen Reiches wurde Veles nach seinem Schöpfer Qypryly Mehmed Pasha Kypryly genannt.
Quelle: https://sq.wikipedia.org/wiki/Qyprilliu / https://en.wikipedia.org/wiki/Veles,_North_Macedonia
Es gibt aber auch eine zweite Bedeutung von Veles. Veles, auch Volos genannt, ist ein bedeutender Gott der Erde, des Wassers, des Viehs und der Unterwelt im slawischen Heidentum. Seine Mythologie und Kräfte ähneln, sind aber nicht identisch mit denen von (unter anderem) Odin, Loki und Hermes.
Nach der Rekonstruktion einiger Forscher ist er der Gegenspieler des obersten Donnergottes Perun. Als solcher wurde er wahrscheinlich als Drache dargestellt, der im Glauben der heidnischen Slawen ein chimäres Wesen ist, das einer Kreuzung zwischen einem Bären und einer Schlange ähnelt, die Vieh verschlingt. Sein Baum ist die Weide, während der von Perun die Eiche ist. Es sind keine direkten Berichte erhalten, aber Rekonstruktionisten spekulieren, dass er Aspekte des proto-indoeuropäischen Pantheons mit der ursprünglichen Gottheit Welnos direkt fortführen könnte.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Veles_(god)
Der Clock Tower / Саат-кула in Veles wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut, der Turm im zentralen Stadtgebiet von Veles diente als Beobachtungsposten der osmanischen Behörden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, während der Veles-Wiederbelebung, wurde der Turm in eine Stadtuhr umgewandelt. Seitdem ist der Uhrturm für die Bürger von Veles eine ständige Erinnerung an die Zeit.
Mit seiner besonderen Architektur ist dieses Steingebäude mit der prächtigen Spitze heute ein unverzichtbares Symbol von Veles und auf dem Wappen und der Flagge der Stadt präsent. Vom Turm aus hat man einen schönen Ausblick auf die Innenstadt. Die Innenausstattung, ein Ausdruck des antiken Spiels von Holz und Stein, macht diese Touristenattraktion noch interessanter. Die die Jahrhunderte überdauernde Stadtuhr zieht bei Liebhabern besonderer Stadtarchitektur sofort die Aufmerksamkeit auf sich.
Quelle: https://mk.wikipedia.org/wiki/https://mk.wikipedia.org/wiki/Саат-кула_(Велес)
Das Nationale Kulturzentrum "Jordan HK-Dzinot" im Zentrum der Stadt Veles wurde 1948 gegründet und ist eine der ältesten und führenden Theaterinstitutionen in Nordmazedonien. Das Theater ist nach Jordan Hadzi Konstantinov Dzinot benannt – dem ersten mazedonischen Dramatiker und Gründer des mazedonischen Theaters. Das Theater hat eine lange und reiche Produktionsgeschichte von 70 Jahren. Alle führenden mazedonischen Theaterkünstler begannen ihre Karriere direkt auf der Bühne dieses Theaters.
Die Church of Ss. Cyril & Methodius / Храм Св. Кирил и Методиј wurde zwischen 1926 und 1936 neben einer ehemaligen Kapelle aus dem Jahr 1884 erbaut. Im Untergeschoss des Tempels befinden sich die Gräber der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Im Jahr 2006 wurde die Kuppel der Kirche, die aufgrund fehlender Mittel unvollendet blieb, schließlich fertiggestellt.
Zum Abschluss des Rundgangs kauften wir noch einige Kleinigkeiten im dm drogerie markt ein und erlebten die das 10-jährige Geschäftsjubiläum - herzlichen Glückwunsch.
Den Abend ließen wir im Restaurant im International Palace Hotel bei einer guten Flasche Rotwein ausklingen.
Dieses Spomenik Kosturnica (Memorial Ossuary) in Veles wurde zum Gedenken an die Partisanen errichtet, die im Nationalen Befreiungskrieg von 1941 bis 1945 gegen die faschistischen deutschen und bulgarischen Streitkräfte für die Freiheit von Veles und Mazedonien kämpften. Darüber hinaus dient dieses Denkmal als Ruhestätte (in Form einer unterirdischen Krypta) für die Überreste von etwa einhundert gefallenen Partisanen aus der Region Veles.
Fahrt nach Graçanicë (bei Pristina) / Kosovo (ca. 143 km, 2 h)
Von unserem Hotel in Skopje ging es nach einem nur mäßigen Frühstück auf Reisen nach Kosovo. Wir haben Kosovo bereits im Jahr 2012 besichtigt, als wir unsere Albanien-Rundreise durchführten. Wir besichtigten damals nur ausgewählte Sehenswürdigkeiten in der Stadt Prizren.
Als wir auf den Fahrer warteten, besichtigten mehrere Polizisten den Bus von außen. Als der Fahrer dazu kam und mit zu den hundert Meter davor abgestellten Polizeiauto führten war klar, dass sie ihm für das Parken abkassieren würden - und so war es auch wie der Fahrer des Busses berichtete. Dass hier Polizeipiraterie herrscht war uns neu und wird voraussichtlich auch Touristen abschrecken - also kontraproduktiv für den Tourismus.
Nach etwa 20 Fahrkilometer erreichten wir den Grenzübergang von Kosovo. Eigentlich sollte es keine Probleme geben - nur ein allein reisender Herr stellte fest, dass er sein Ausweis im letzten Hotel hat vergessen abzuholen - für ihn ein Alptraum. Er musste den Reisebus mit Koffer verlassen, sich ein Taxi kommen lassen, welches ihm zum Hotel zurück fuhr und dann im nächsten Hotel zurück kommen konnte. Für ihn entstanden Zusatzkosten von deutlich über 500 Euro.
Warum hat unser Reiseleiter nicht vor Abfahrt gefragt, ob jeder seinen Pass zurück bekomen hat und den Zugang zum Zimmer zurück gegeben hat? Von guten Reiseleitern erwarten wir dies - von unseren Reiseleiter leider nicht. Er war mehr mit sich und seinen erwarteten Gewinn an finanziellen Mttel interessiert, was er auch der Reisegruppe unmissverständlich erklärte. Ist ihn seine Reisegruppe so egal - diesen Eindruck hatte ich durchgehend bei dieser Reise. So unterscheiden sich eben gute von weniger guten Reiseleiter.
2012 mussten wir bei der Ausreise nach Serbien erfahren, dass wir illegal in Serbien einreisen wollten, denn als Einreisestempel wurde per kosovanischen Stempel bestätigt. Für Serbien zählte Kosovo zu ihrem Land - mussten also im Grenzgebiet umdrehen, in Kosovo wieder einreisen und zur Ausreise den Grenzübergang in Nordmazedonien nutzen um von hier legal über Serblen die Heimreise antreten zu können. Für uns wäre es nicht erforderlich gewesen, denn bei uns gilt der Personalausweis - nur unsere mitreisenden minderjährigen Kinder hatten einen Reisepass mit den Ein- und Ausreisestempeln.
Knapp einen Kilometer nach Passieren der Grenze war die erste Rast auf kosovanischer Seite vorgesehen. Gleich am Anfang wies eine Frau den Reiseleiter hin, dass gerade bei dem älteren Mitreisenden Toiletten-Pausen erforderlich sind, denn er wollte eigentlich zügig durchfahren und bat vor Fahrtbeginn noch einmal die Toilette aufzusuchen.
Nun - den Kommentar konnte er sich ersparen, denn gerade unser Reisebus mit Rentner nutzt dazu jede Gelegenheit ohne Aufforderung.
Nach dem Passieren der Grenze fuhren wir in Richtung Pristina. Einige Reisenden zogen ein kleines Nickerchen vor, während andere sich an die herrliche Landschaft erfreuten. Für uns war die Strecke bis zum Abzweig nach Pritzren aus der Fahrt im Jahr 2012 noch gut in Erinnerung, erfreuten uns trotzdem an die schneebedeckten Gipfel.
Damals nutzten unsere mitreisen Kinder bei einen Stopp die Zeit mit einer kleinen Schneeballschlacht. Im Haus gegenüber beobachtete ein junger Kosovaner das Treiben der Kinder und sprach uns an, als er erkannte, dass wir Deutsche sind: "Ich habe in Deutschland Häuser bauen gelernt - nun habe ich mir hier ein eigenes Haus gebaut". Wir waren über seine gute deutsche Sprache überrascht, mit welchem Stolz er uns es darüber berichtete. Heute sind wir unwet an dieser Stelle vorbei gefahren (Hausfoto aus 2012 - ganz oben).
Unmittelbar vor dem Kloster Gračanica passierten wir am Kreisverkehr die Statue von dem legendären serbischen Ritter Miloš Obilić (Kobilić).
Miloš Obilić / Милош Обилић war während der osmanischen Invasion in Serbien im späten 14. Jahrhundert im Dienste des Fürsten Lazar gestanden haben soll. Er wird in zeitgenössischen Quellen nicht erwähnt, taucht aber in späteren Berichten über die Schlacht im Kosovo von 1389 als Mörder von Sultan Murad auf. Der Attentäter bleibt in den Quellen bis zum späten 15. Jahrhundert anonym, obwohl die Verbreitung der Geschichte von Murads Ermordung in florentinischen, serbischen, osmanischen und griechischen Quellen darauf hindeutet, dass Versionen davon innerhalb eines halben Jahrhunderts nach dem Ereignis auf dem Balkan weit verbreitet waren.
Obwohl sein ursprünglicher Name Miloš Kobilić war, tauchen in historischen Quellen mehrere Varianten dieses Namens auf, und es ist nicht sicher, ob er tatsächlich existiert hat. Aber Lazars Familie – die ihre politische Kontrolle stärkte – "brachte den Mythos des Kosovo zur Welt", einschließlich der Geschichte von Obilić.
Er wurde zu einer wichtigen Figur der serbischen epischen Dichtung, in der er in den Rang des edelsten Nationalhelden der mittelalterlichen serbischen Folklore erhoben wird. Zusammen mit dem Märtyrertod des Fürsten Lazar und dem angeblichen Verrat von Vuk Branković wurde Miloš' Tat zu einem integralen Bestandteil der serbischen Traditionen rund um die Schlacht um den Kosovo. Im 19. Jahrhundert wurde Miloš auch in der serbischen Kirche als Heiliger verehrt.
Das Kloster Manastir Gračanica befindet sich in Gračanica, einer serbischen Enklave in der Nähe von Lipjan, etwa 5 km von Pristina entfernt, der alten Residenz der Bischöfe von Lipjan. Es liegt am linken Ufer der Gračanka, einem rechten Nebenfluss des Flusses Sitnica. Der Name leitet sich vom slawischen Gradac ab, einem Ortsnamen befestigter Städte.
Das Kloster Gračanica ist ein serbisch-orthodoxes Kloster und wurde 1321 vom serbischen König Stefan Milutin erbaut. Das Kloster wurde 1990 zum Kulturdenkmal von außerordentlicher Bedeutung erklärt und 2006 in die UNESCO - Welterbeliste unter der Bezeichnung „ Mittelalterliche Monumente im Kosovo“ aufgenommen, als Erweiterung der Stätte Visoki Dečani, die insgesamt auf der Liste des gefährdeten Welterbes steht. Es ist eine der letzten monumentalen Stiftungen von König Milutin.
Gračanica wurde auf den Ruinen einer älteren Kirche der Heiligen Jungfrau aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Sie befand sich im Zentrum der Eparchie Lipljan. An der Südwand sind Stefan Milutins Ktetor- Kommentare eingraviert, darunter: "Ich habe die Ruinen und den Verfall der Kirche der Heiligen Jungfrau von Gračanica, dem Bistum Lipljan, gesehen, also habe ich sie von Grund auf neu gebaut und sie innen und außen bemalt und dekoriert." Im Jahr 1346, als das serbische Erzbistum in den Rang eines Patriarchats erhoben wurde, wurde dem Bischof von Lipljan der Ehrentitel eines Metropoliten verliehen, und seit dieser Zeit wurden sie Metropoliten von Lipljan oder Gračanica genannt.
Von der ehemaligen Klosteranlage ist nur die Kirche erhalten geblieben. Der Narthex und der Turm wurden einige Jahrzehnte später hinzugefügt, um die Fresken an der Westfassade zu schützen.
Der Narthex wurde zwischen 1379 und 1383 mehrmals von den Osmanen schwer beschädigt, als der Turm niederbrannte und ein Feuer eine reiche Sammlung von Manuskripten und anderen wertvollen Gegenständen verschlang. Er wurde 1383 rekonstruiert. Gračanica erlitt erneut Schäden zur Zeit der Battle of Kosovo / Schlacht von Kosovo (1389).
Während der osmanischen Herrschaft wurde Gračanica zu einem wichtigen kulturellen Zentrum. Zur Zeit des Metropoliten Nikanor (1528–1555) wurden mehrere Ikonen auf das Altarbild gemalt.
Dank der Druckerpresse konnte Nikanor zudem zahlreiche Gottesdienstbücher und Gegenstände für den klösterlichen Gebrauch erwerben. Die Königstüren wurden 1564 von Metropolit Dionisije in Auftrag gegeben, dessen Tod auf einem Fresko im Narthex dargestellt ist. Große Restaurierungsarbeiten wurden durch die Bemühungen des Patriarchen Makarije Sokolović durchgeführt. Alle Öffnungen im äußeren Narthex wurden zugemauert, und 1570 wurden neue Fresken fertiggestellt. Patriarch Pajsije ist es zu verdanken, dass die Kirche ihr Bleidach bekam und 1620 wurde auf der Ikonostase das große Kreuz mit Kruzifix angebracht.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster im Großen Türkenkrieg nach der zweiten Belagerung Wiens, an der die Serben auf der christlichen Seite teilnahmen, neuen Schäden ausgesetzt. Die Türken entfernten das Bleikreuz und rissen die Bodenfliesen zusammen mit dem von Patriarch Arsenije III. in der Kirche versteckten Schatz hervor.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von Nonnen erneuert und dient seitdem als Kloster. Heute leben im Kloster 24 Schwestern, die sich mit Ikonenmalerei, Landwirtschaft, Nähen und anderen klösterlichen Gehorsamsübungen beschäftigen.
Im Jahr 1999 wurde das Kloster zweimal von NATO-Flugzeugen bombardiert. Nach dem Kosovo-Krieg (1998–1999) verlegte der Bischof von Raška und Prizren, Artemije Radosavljević, seinen offiziellen Sitz von Prizren in dieses Kloster und seitdem ist das Kloster nicht nur das wichtigste spirituelle, sondern auch das nationale und politische Zentrum der serbischen Gemeinde im Kosovo.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Gračanica_Monastery
Fahrt nach Prizren (ca. 88km, 1,5h)
Weiter ging unsere Reise nach Prizren. Unterwegs leuchtete in der Ferne auf der linken Seite (1,3 km Entfernung) eine uns unbekannte Kirche, dessen Name wir erst einmal recherchieren mussten. Es war die 8 Jahre alte Kisha e Shën Abrahamit bei Llapushnik.
2016 weihte der örtliche Bischof, Erzbischof Dodë Gjergji, im Dorf Llapushnik einen neuen Tempel Gottes, der dem Heiligen Abraham gewidmet ist. Bekanntlich wird Abraham von allen monotheistischen Religionen zu Recht als „Vater unseres Glaubens“ angesehen. Anhänger der monotheistischer Religionen sehen in der abrahamitischen Religion des einen Gottes den Grundpfeiler ihrer interreligiösen Begegnung.
Man sollte aber auch nicht zu schnell mit dem Auto unterwegs sein. Die regionale Polizei hat aufgerüstet und sucht die Verkehssünder nicht dort, wo es erforderlic ist, sonder dort, wo sie viele Strafen verhängen kann. Wir kennen es ja aus Deutschland. Da stehen sie auch nur selten vor Kindereinrichtungen.
Nicht schlecht gestaunt haben wir, wie einfach Verkehrszeichen ungültig werden. Man überklebt sie einfach mit schwarzem Klebeband, spart die Demontage und kann sie jederzeit sehr schnell aktiieren.
Man darf aber nicht erwarten, dass unser Reiseleiter auf die links und rechts der Fahrt nicht zu übersehenden Sehenswürdigkeiten wie eben die weithin sichtbare Kirche oder hier in Prizren die Reste der Moschee Namazxhah hinweist und vielleicht sogar noch eine Beschreibung dessen gibt - das bleibt dei Touristen überlassen. Das zeigte mir, dass er völlig unvorbereitet die Reiseleitung antrat. Da er als vermutlich Einziger online im Internet surfen kann, hätte er seine Unwissenheit schnell unter Google suchen können. Aber er hatte gelegentlich eine bessere Beschäftigung (neben online in den sozialen Kontakten) - oder denkt er gerade tief in Gedanken versunken nach?
In Prizren angekommen, passierten wir als Erstes die Ruinen des Klosters Namazxhah und anschließend die Steinbrücke Ura e Gurit, die wir anschließend noch besichtigen werden.
Die Reste der Kërëk-Moschee / Кирик џамија, auch bekannt als Namazgah, ist eine osmanische Moschee im Zentrum Stadt Prizren, in der Nähe der Regionalstraße Prizren-Gjakovë/Đakovica. Sie steht auf der Liste der Kulturdenkmäler der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste und auf der Liste der Kulturdenkmäler des Kosovo.
Die Moschee wurde 1455 von Isa Bey erbaut, einem Leutnant von Sultan Mehmed II. dem Eroberer, der gerade die Stadt erobert hatte. Es lag in einem Vorort von Prizren, war damals das erste muslimische Gotteshaus der Stadt und diente vorübergehend als Ort des gemeinschaftlichen Gebets. Mit der Entwicklung der osmanischen Verwaltung wurden weitere Moscheen im Stadtzentrum gebaut und die Kërëk-Moschee wurde nach und nach verlassen und nur noch von den Bauern der Gegend genutzt, die von den Feldern zurückkehrten und dorthin kamen, um mit ihren Familien zu beten.
In den 1950er Jahren wurde in der Nähe ein Lagerhaus errichtet, für das Steine aus der Moschee verwendet wurden. In den 1980er Jahren wurden dann antike Gräber zerstört, um den Bau eines Gesundheitszentrums zu ermöglichen.
Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/Mosquée_Kërëk
Unser Bus hielt in Höhe der Arasta Mosque / Xhamia Arasta, wo unser kleiner Stadtrundgang begann.
Dieses einsame Minarett mit einem ungewöhnlichen dekorativen Symbol ist alles, was von einer historischen osmanischen Moschee übrig geblieben ist. Die Arasta-Moschee wurde im 16. Jahrhundert erbaut und galt als schönes Beispiel osmanischer Architektur.
Leider wurde 1963 von der jugoslawischen Regierung im Namen der „Modernisierung“ alles außer dem Minarett abgerissen. Nur das Minarett steht noch heute im Freilichtmuseum von Prizren im Kosovo.
Prizren gilt als Beispiel für den kulturellen Schmelztiegel der Region. Das Minarett ist ungewöhnlich, da es an der Spitze einen sechszackigen Stern oder das Siegel Salomons trägt, um Dämonen abzuwehren.
Quelle: https://www.atlasobscura.com/places/arasta-mosque-minaret
Die Steinbrücke Ura e Gurit befindet sich im Zentrum der Altstadt. Auf der östlichen Seite befindet sich die Arasta-Brücke, während sich auf der westlichen Seite die Nalet-Brücke befindet. Die Brücke verbindet den Stadt-Platz Shatërvan (in Flussrichtung links) und Saraçhane / Xhamia Saraçve (auf der rechten Seite des Flusses Lumbardhi i Prizrenit). Die alte Steinbrücke in Prizren wurde im 16. Jahrhundert von Ali Bey im orientalischen Stil erbaut und hat eine kugelförmige Form.
Die alte Brücke ist aus hochwertigen behauenen Steinen gebaut, die durch Kalkputz verbunden sind. Die alte Brücke hatte früher drei Bögen, wobei der mittlere der höchste war und die Seitenbögen kleiner waren. Die Länge der früheren Brücke betrug etwa 30 m, während die aktuelle Brücke 17 m lang ist. Die Breite des Hauptbogens beträgt 10 m und die Höhe 5 m. Die Länge der Seitenbögen beträgt 4 m, die Höhe 3 m. Die Brücke hat außerdem einen zusätzlichen Nebenbogen, der 103 cm lang und 160 cm hoch ist.
Die Breite des Brückenwegs beträgt 4,20 m und ist mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Die Brücke hat außerdem einen 40 cm hohen Zaun, der auf ihrer ebenen Oberfläche folgt und nur für Fußgänger genutzt wurde.
Im Laufe der Geschichte hat die Brücke große Veränderungen erfahren. Sie erlitt während des Baus des Flussbetts des Lumbardh in den 60er Jahren schwere strukturelle Schäden. Zu dieser Zeit wurde der linke Bogen vollständig geschlossen. Der rechte Bogen wurde durch den Bau der Straße auf der rechten Seite des Flusses im Jahr 1963 beschädigt. Dennoch ist die Brücke größtenteils durch natürliche Faktoren gefährdet. Die Überschwemmung am 17. und 18. November 1979 zerstörte die gesamte Brücke.
Die von der Brücke begeisterte Bevölkerung von Prizren mobilisierte sich und begann am 5. Juni 1982 mit den Arbeiten zu ihrem Wiederaufbau. Die Restaurierung wurde unter der Aufsicht des Instituts für den Schutz kultureller Denkmäler in Prizren geleitet. Die rekonstruierte Brücke wurde am 17. November 1982 feierlich eingeweiht. Damit fand die Brücke ihren natürlichen Platz wieder und erfüllt weiterhin ihre Funktion als Fußgängerbrücke.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Old_Stone_Bridge,_Prizren
Hier hielten wir uns nicht lange auf, denn das nächste Ziel wartete bereits auf uns. Bereits im Jahr 2012 gingen wir von der Brücke aus der Vatra shqiptare entlang und bewunderten die Sinan-Pascha-Moschee (Xhamia e Sinan Pashës | Sinan Pašina Džamija), die das höchste Minarett des Balkans hat. Damals gingen wir der Sheshi i Shatërvanit bis zur Kathedrale der Helfenden Frau (Katedralja e Zonjës ndihmëtare) entlang und anschließend zur Bajrakli-Moschee | Xhamia e Bajraklisë ( auch Gazi-Mehmet-Pascha-Moschee | Xhamia e Gazi Mehmet Pashës genannt).
An der Sinan-Pascha-Moschee gab unser Reiseleiter einige kurze Informationen. Da sie nicht im Reiseprogramm enthalten war, verwies er, dass in der frei zur Verfügung stehenden Zeit sie von innen besichtigt werden kann.
Die Sinan-Pascha-Moschee befindet sich im historischen Viertel von Prizren und wurde 1615 von Sofi Sinan Pascha erbaut – einer prominenten Persönlichkeit, einem Mann des Wissens und mit einer wichtigen Position in der osmanischen Verwaltung.
Die Moschee diente bis 1912 religiösen Zwecken. Während der Balkankriege und des Ersten Weltkrieges wurde die Moschee von der bulgarischen und serbischen Armee als Munitionsdepot genutzt. Im Jahr 1919 wurde die Moschee schwer beschädigt, was zum Abriss des Vorbaus führte. Mit der Gründung der Landesanstalt für Denkmalschutz im Jahr 1967 begann die Denkmalpflege. So wurde die Moschee in den Jahren 1968/1969 nach einer Renovierung in das Museum für orientalische Handschriften umgewandelt, während in den Jahren 1973 bis 1978 die Restaurierung und Konservierung der Wandmalereien erfolgte.
Im Zeitraum von 2007 bis 2011 wurden mit einer Spende der türkischen Agentur für Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA) Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten im Innen- und Außenbereich durchgeführt. Anhand alter Spuren und Dokumente erfolgte die vollständige Rekonstruktion des Vestibüls, die statische Verstärkung der Kuppel, die Erneuerung der Bleiverkleidung sowie die Restaurierung und Konservierung der Wandmalereien.
Im Jahr 2011 wurde die Sinan-Pascha-Moschee nach langer Zeit wieder für Gläubige geöffnet. Im Jahr 2013 wurde, ebenfalls mit einer Spende der türkischen Agentur für Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA), mit der Renovierung des Innenhofs der Moschee begonnen. Ziel ist es, innerhalb des Moscheekomplexes zusätzliche Erholungsräume zu schaffen.
Quelle: https://sq.wikipedia.org/wiki/Xhamia_e_Sinan_Pashës,_Prizren
Wegen der Dunkelheit konnten wir im Jahr 2012 die nur 750 Meter von der Steinbrücke entfernte serbische Stadtkathedrale Ljeviška (serbisch-orthodoxe Muttergotteskirche - UNESCO-Weltkulturerbe) aus dem Mittelalter nicht besichtigen, was wir jetzt nachholten.
Die Kirche Bogorodica Ljeviška / Kisha e Shën Premtës oder Freitagsmoschee ist eine alte Kirche und ehemalige Moschee im historischen Viertel der Stadt. Sie wurde 1306 von König Shtjefën Millutini wieder aufgebaut und erhielt 1455 von Sultan Mehmet Fatihu den Status einer Moschee.
Die Renovierungsarbeiten wurden von den berühmten Meistern dieser Zeit, Nikolla und Astrapa, geleitet, die der Kirche durch die Kombination des byzantinischen Stils und des Raschka- Stils einen spezifischen und reichen architektonischen und künstlerischen Ausdruck verliehen . Wissenschaftler über das Alter der Kirche sind sich fast einig, dass diese Kirche über einem alten Tempel wieder aufgebaut wurde. Es wird angenommen, dass die Fundamente der paläochristlichen Kirche der ersten Phase (5.-6. Jahrhundert) und dann der byzantinischen Basilika (9. Jahrhundert) auf den Fundamenten des heidnischen Tempels (vor unserer Zeitrechnung) gelegt wurden, der den Illyrern gewidmet war Göttin der Fruchtbarkeit und Geburt - Prema oder Premta.
Nach dem Wiederaufbau der Kirche durch König Millutin verwendeten die Serben den früheren Namen der Kirche, passten ihn aber auch von Saint Premta zu Sveta Petka an, während der Name Sveta Bogorodica Levishka mit dem Fluss Lumbardhi zusammenhängt, wo sich diese Kirche befindet befindet sich auf der linken Seite davon.
Nach dem Fall Prizrens unter dem Osmanischen Reich in den Jahren 1455/59 und seiner Umwandlung in eine Moschee erhielt sie den Namen Juma Xhami, Namen, die von den Menschen bis heute verwendet werden. Das neue Heiligtum wurde nach dem Grundriss des Kreuzes errichtet. Aufgrund der Bautechnik gehört diese Kirche zu den Kirchen des spätbyzantinischen Stils. Zunächst war es dreischiffig, beim Umbau 1306/7 wurden zwei Kuppeln hinzugefügt, so dass fünf Aniaten entstanden. Damals wurde auf der Westseite ein Exonarthrex mit Glocken errichtet.
Die Innenwände der Kirche sind reich an Fresken. Die erste Freskenschicht stammt aus der mittelalterlichen byzantinischen Zeit, in der Doppeladler vorherrschen. In den späteren Schichten dominieren Kompositionen mit biblischen Motiven und Persönlichkeiten aus der Nemanjid- Dynastie usw. Im Laufe der Zeit, mit der Umwandlung von einer Kirche in eine Moschee, erfuhr sie mehrere Veränderungen wie: - die Innenwände wurden verputzt, einige Fenster wurden geschlossen, die Apsis wurde entfernt, das Minarett wurde darauf errichtet die Glocken.
Mit dem ersten Balkankrieg 1912 kam die Moschee wieder zur Kirche. Ihr Minarett wurde am 05.06.1923 abgerissen. In den Jahren 1950-1952 erfolgte die vollständige Restaurierung und Konservierung des Objekts und der Fresken.
Anschließend wurden auch archäologische Ausgrabungen im Gebäude und im Hof durchgeführt. Nach diesen Eingriffen verwandelt sich das Objekt in ein Museum. In den 1970er und 1980er Jahren kam es zu Restaurierungen - zur Erhaltung des Gebäudes und der Wandfresken. Das Objekt wurde 2004 im Inneren und an der Spitze durch einen Brand beschädigt. Diese Kirche ist das einzige Denkmal der Stadt, das 2006 in die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.
Quelle: https://sq.wikipedia.org/wiki/Kisha_e_Shën_Premtës_(Prizren)
Mit der Besichtigung der Kirche endete der offizielle Stadtrundgang und jeder konnte nach seinen Interessen die Stadt weiter erkunden.
Wir gingen gleichen Weg zurück und besichtigten den Bischofspalast mit seinen beiden Kirchen.
Der Bischofspalast in Prizren ist eine bischöfliche Residenz und ein spirituelles orthodoxes Zentrum im alten historischen Kern der Stadt, im Viertel Podkaljaj, das früher traditionell von Serben bewohnt wurde. Der Komplex mit dem Bischofspalast in Prizren umfasst mehrere Gebäude: die Kathedrale des Heiligen Georg, die alte Kirche des Heiligen Georg (Runović-Kirche) und das Verwaltungs- und Wohngebäude (Pfarrhaus) der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde Prizren.
Der Sitz des Bischofs von Prizren, seit 1346 des Metropoliten, wurde zusammen mit der Residenz des Metropoliten in die renovierte Kirche des Hl. Nikolaus von Rajkov verlegt, nachdem die Kirche der Jungfrau Maria von Ljeviška Mitte des 18. Jahrhunderts in eine Moschee umgewandelt worden war. Vor der Verlegung des Sitzes der Metropole, vormals des Episkopats, vom alten in das neue Gebäude war hier von 1866 bis 1915 der Hauptsitz des russischen Konsulats untergebracht, nach dessen Schließung wurde es zum Sitz des Episkopats.
Das Gebäude des russischen Konsulats war ein großes, zweistöckiges Gebäude mit unregelmäßiger Form, das von zwei Straßen begrenzt wurde und einen öffentlichen und repräsentativen Charakter hatte. Später diente es als Sitz der Diözese Prizren, dem Sitz des Bistums Raška-Prizren. Aufgrund ungeeigneter funktionaler Lösungen und Baufälligkeit wurde es 1980 abgerissen und auf seinen Fundamenten ein neues bischöfliches Gebäude errichtet.
Quelle: https://sr.wikipedia.org/wiki/Владичански_двор_у_Призрену
Die Kathedrale des Heiligen Georg in Prizren / Саборни храм Светог Ђорђа у Призрену ist die Domkirche der serbisch-orthodoxen Eparchie Raška und Prizren. Sie wurde von 1856 bis 1887 in der Nähe der Alten St.-Georgs-Kirche, der früheren Kathedralkirche derselben Eparchie, erbaut.
Die Kathedrale wurde während der Unruhen im Jahr 2004 vom albanischen Mob niedergebrannt und schwer beschädigt, später jedoch renoviert. Die moderne serbisch-orthodoxe St.-Georgs-Kathedrale in Prizren wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts während der osmanischen Herrschaft in der Region erbaut. Die Initiative zum Bau einer neuen Kathedrale wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestartet, und erst nach langen Verhandlungen mit den osmanischen Behörden erhielt man 1855 die endgültige Genehmigung und legte 1856 den Grundstein. Bis zu diesem Zeitpunkt diente die kleinere alte St.-Georgs-Kirche als provisorische Kathedrale der Eparchie Raška und Prizren, da die osmanischen Behörden zuvor die alte mittelalterliche Kathedrale der Heiligen Mutter Gottes (Bogorodica Ljeviška) in Prizren übernommen und in eine Moschee umgewandelt hatten. Die lokalen Führer der ostorthodoxen Christen wussten, dass sie die alte Kathedrale nicht zurückbekommen würden, solange Prizren unter osmanischer Herrschaft steht, und beschlossen daher, eine neue Kathedrale zu bauen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1856, die Fertigstellung des Baus erfolgte jedoch erst 1887. Die Bauzeit wurde durch ständige finanzielle und administrative Schwierigkeiten verzögert.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Cathedral_of_Saint_George,_Prizren
Die Alte Kirche des Heiligen Georg in Prizren, auch bekannt als Runović-Kirche, ist eine von 33 orthodoxen Kirchen in dieser Stadt und eine von vielen in der Diözese Raška-Prizren. Diese Kirche befindet sich im Hof der neuen, gleichnamigen Kathedrale des Heiligen Georg in Prizren und wurde im 15. Jahrhundert als Stiftung der Brüder Runović aus Prizren erbaut. Es gehört zur Diözese Raška-Prizren der serbisch-orthodoxen Kirche. Sie befindet sich in der Altstadt von Prizren, am „Šadrvan“-Platz, genauer gesagt im Hof der Kathedrale des Heiligen Georg.
In den Jahren 1994–1995 wurde das Kirchengebäude innen und außen restauriert und konserviert sowie das Kirchentor instand gesetzt. Nach der Zerstörung durch Albaner im Jahr 2004 wurden zwischen 2005 und 2007 gewisse Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei wurden die beschädigten Steine und Ziegel in den Wänden repariert, Fenster und Türen durch neue ersetzt, die Dacheindeckung mit Blei versehen und auch die Innenausstattung instand gesetzt.
Dank des großen Wissens griechischer Restauratoren konnten die durch das Pogrom im März 2004 schwer beschädigten Fresken restauriert werden. Der gesamte Prozess der Wiederherstellung der zerstörten Teile der Kirche fand unter der Schirmherrschaft der Diözese Raška-Prizren und mit dem Segen von Bischof Teodosije statt.
Quelle: https://sr.wikipedia.org/wiki/Стара_црква_Светог_Ђорђа_у_Призрену
Natürlich muss auch mal eine Pause sein um nicht nur beim Reiseveranstalter, sondern auch in diesem Geschäft ein wenig Geld zurück zu lassen.
Anschließend wollten wir noch das Hamam besichtigen. Es war leider geschlossen.
Das Prizren Hamam oder Shemsedin Bey Hamam wurde Ende des 15. Jahrhunderts (1498) erbaut. Es ist auch als Hamam von Gazi Mehmed Pasha bekannt. Es befindet es sich im Stadtzentrum von Prizren, in der Nähe der Kukli-Mehmed-Bey-Moschee und der Emin-Pascha-Moschee. Es wurde 1563–74 von Gazi Mehmed Pascha, Sanjakbey von Shkodra, erbaut.
Das Hamam ist vom Typ „Paar-Hamam“, das von beiden Geschlechtern gleichzeitig genutzt wurde. Es ist aus verschiedenen Steinen gebaut. Der Herrenbereich des Hamams ist etwas größer als der Damenbereich. Das Hammam verfügt über sämtliche Räumlichkeiten, die Hammams dieser Art aufweisen, besteht also aus dem Eingangsbereich (Wartebereich und Trinkbereich), dem Garderobenbereich, dem zentralen Bereich, in dem gewaschen, geschwitzt und unterhalten wurde, sowie dem Heizungsraum, der sich im südlichen Gebäudeteil befindet. Das Hamam ist aus verschiedenen Steinen in Kombination mit Ziegeln errichtet. Die Wände sind ca. 90 cm dick, innen verputzt.
Das Dach des Gebäudes besteht aus zwei auf Trommeln errichteten Kuppeln im kalten Teil (Rezeption) und neun kleinen Kuppeln, die sich über dem warmen Teil des Hamam befinden. Garderobe und Heizungsraum sind mit einem Gewölbe überdacht. Das Dach ist im kalten Teil mit Ziegeln gedeckt, während die übrigen Teile mit Bleiplatten gedeckt sind.
Im Jahr 2022 wurden Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail des Hammams durchgeführt.
Anschließend schlenderten wir der sogenannten Gold- und Hochzeitsstraße entlang. Ein Geschäft folgt dem Nächsten. Überraschen für uns war, dass mehrere Notstromaggregate auf der Straße sich befanden.
Was bei uns nicht möglich ist - hire säumen abschließbare Fahrradständer die Straßen in Prizren.
Gleich nach der Stadtbesichtigung begannen wir die Busfahrt nach Albanien (185km 3h) und erreichten nach 18 Kilometer auf der M25 und weiter auf der Autostradë Dr. Ibrahim Rugova / E815 den Grenzübergang Prizen - RKS.
Unterwegs fuhren wir noch in Prizren an der Statue von Gjergj Kastrioti Skënderbeu vorbei, die am 108. Jahrestag der Unabhängigkeit Albaniens enthüllt wurde, der mit dem Datum des öffentlichen Auftritts der UCK vor 28 Jahren und dem Geburtstag des Kommandanten Adem Jashari zusammenhängt.
Auf albanischen Gebiet folgten wir der Rruga e Kombit/ E851, anschließend die E762 Richtung Norden und dann die E851 in Richtung Shkoder.
Auf der SH5 bei Kukës wartete eine erneute Geschwindigkeitsmeßstelle zur Aufbesserung der Staatsfinanzen.
Da aber die Straße wegen Asphaltarbeiten zum Hotel Gardenland Resort **** in Barbullush waren, Fuhren wir einen kleinen Umweg. Wir erreichten das Hotel "Gardenland Resort****" gegen 18:30 Uhr.
Das Gardenland Resort wurde auf unserer Reise für eine Nacht unser Zuhause sein. Es befindet sich zwar 15 Kilometer südlich von Shkodra neben dem Fluss Drin. Das Gardenland Resort ist ein ruhiger, moderner Komplex, der einen von Palmen und Sonnenliegen umgebenen Außenpool, einen Sportplatz, einen Konferenzraum, einen Kinderspielplatz und einen Campingplatz bietet.
Das Hotel verfügt über eine Kapazität von 50 Zimmern, aufgeteilt in Zweibett-, Doppel-, Dreibett- und Familienzimmer, die über Balkone mit Blick auf den Garten, den Pool und die Berge verfügen. Außerdem wird eine 24-Stunden-Rezeption sowie kostenloses WLAN und Parkplätze angeboten. Die Restaurants des Gardenland Resorts servieren traditionelle Spezialitäten und internationale Köstlichkeiten. Es ist somit die perfekte Wahl für uns Touristen, die sich für freundliche Gastfreundschaft sowie lokale Produkte interessieren.
Dank seiner Lage am Ufer des Flusses Drin bietet das Hotel eine herrliche Aussicht inmitten von Grün und sauberer Luft. Das Personal stand uns rund um die Uhr zur Verfügung, um sicherzustellen, dass wir das genießen, was wir das Gardenland-Erlebnis nennen. Die Zimmer sind mit Klimaanlage, Kühlschrank, Flachbild-Kabel-TV, kostenlosem WLAN, eigenem Bad mit Dusche, Haartrockner und allen notwendigen Accessoires ausgestattet.
Mit seiner einzigartigen Form, einer Oberfläche von 1400 m² und einer Kapazität von 800 Personen, mit einem Filtersystem nach europäischen Standards und einem Whirlpool ist das Schwimmbad während der Sommersaison ein beliebtes Ausflugsziel für Kinder und Erwachsene.
Ursprünglich war laut Reisebeschreibung die Stadtbesichtigung von Shkodra vorgesehen. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit wurde sie auf den 5. Reisetag, Sonntag, 02.03.2025 verlegt, denn auf den Weg nach Tirana passieren wir die Stadt erneut und beschreibe sie im Teil 4 meines Reiseberichtes.
Die Burg von Prizren - Kalaja e Prizrenit - ist ein Kulturdenkmal, gilt als Wahrzeichen der Stadt Prizren und als wichtiges Element der kulturellen Identität des Kosovo.
Die Burg von Prizren wurde auf einem sehr hohen Hügel in einer malerischen Umgebung und in einer äußerst strategischen Position erbaut. Die Burg erhebt sich über der Stadt sowie über dem tiefen Tal des Bardhi-Flusses und der Dukagjini-Ebene. Die Ursprünge der Burg reichen in die erste Zivilisationsperiode dieser Region zurück, in die Vorgeschichte, und sie erlebte eine kontinuierliche Weiterentwicklung im byzantinischen und osmanischen Zeitalter. Bis 1912 wurde sie ausschließlich als Festung genutzt. Heute ist die Festung erheblich beschädigt und steht auf der Liste des gefährdeten Welterbes. Vom Stadtzentrum aus führt ein Weg zum Schloss, der zu Fuß etwa 15 Minuten dauert. Sie können dort den umfassenden Ausblick auf die Stadt genießen, Fotos machen oder einfach den Sonnenuntergang beobachten.
Die Burg von Prizren birgt einen wichtigen Teil der antiken Geschichte der Stadt. Seine topografische Lage, die die Stadt dominiert, die attraktive Naturlandschaft und die durchdachte architektonische Konfiguration machen dieses Objekt von unbestreitbarem archäologischen, historischen und touristischen Wert. Es liegt im östlichen Teil der Stadt auf einem kegelförmigen Hügel in 525 m Höhe. über dem Meeresspiegel. Die Befestigungsmauern folgen der Geländekontur und umschließen in etwa ovaler Form mit Nord-Süd-Ausdehnung ein etwa 1,5 ha großes Areal.
In schriftlichen Quellen wird nur sehr wenig über die Burg von Prizren gesagt. Den Anstoß hierfür gab der byzantinische Chronist Prokop von Caesarea mit seinem Werk „De aedificiis“ – Über Bauten. In dieser Arbeit wird unter den renovierten Befestigungsanlagen in Dardania auch diese Burg namens Petrizen, die zum heutigen Namen Prizren gehört, erstmals dokumentiert. Da es nur wenige schriftliche Dokumente über die Burg gibt, bleibt den archäologischen Ausgrabungen überlassen, mehr Beweise über dieses wichtige Denkmal zu liefern. Bemerkenswert ist, dass den Ausgrabungen bereits zu Beginn der 1960er Jahre eine architektonische Erfassung des Gebäudes vorausging.
Die durchgeführten Aufnahmen stellten einen annähernd realen Zustand der inneren Baustruktur und der Befestigungsanlage der Burg dar. Die ersten archäologischen Forschungen an dieser Stätte begannen im Jahr 1969. Bei diesen Ausgrabungen wurden Siedlungsspuren und bewegliche Funde aus dem Mittelalter (11.-15. Jahrhundert) sowie bewegliches Material aus der osmanischen Zeit gefunden. Die Fortsetzung der archäologischen Grabungen in den Jahren 2004, 2009, 2010 und 2011 erbrachte folgende Ergebnisse: Erstmals konnten Belege für eine prähistorische Siedlung aus der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit dokumentiert werden, die als erste Keimzelle des Lebens an diesem Ort diente. Zudem wurden bei diesen Grabungen erstmals architektonische Spuren und materielle Nachweise aus der Römerzeit und Spätantike gefunden.
Das Mittelalter, insbesondere die Zeit zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert, war nachweislich eine Zeit dichter Besiedlung, was auch die Ergebnisse früherer Untersuchungen bestätigen. Während der osmanischen Zeit wurde die Burg durch die Verstärkung und den Bau von Befestigungsmauern erweitert und mit neuen Einrichtungen wie einem Hamam, einer Moschee und anderen Anlagen für militärische Zwecke bereichert. Das Schloss von Prizren erfüllte seine Hauptfunktion bis 1912. Von dieser Zeit an wurde das Gebäude vernachlässigt, womit sein Verfall einsetzte. Ab 2008 wurden als Notfallmaßnahme einige Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten eingeleitet, um diesen Zerfallsprozess zu verhindern.
Die erwähnten archäologischen Ausgrabungen beweisen, dass die Burg von Prizren nicht in ihrer fertigen Form existierte, sondern das Ergebnis eines langen historischen Prozesses ist. Baulich ist die Burg in drei separate Komplexe unterteilt, die Städte genannt werden: die Oberstadt-Akropolis; die Unterstadt und die Südstadt. Als solches ist das Schloss einer der interessantesten Punkte für weitere Forschungen und zur Förderung kulturhistorischer Tourismuswerte auf dem Gebiet des Kosovo.
Quelle: https://sq.wikipedia.org/wiki/Kalaja_e_Prizrenit
Die orthodoxe Kirche der Heiligen Nedelja / Orthodox monastery of the Holy Week / Манастир Света Недеља - СПЦ ist ein serbisch-orthodoxe Kirche, die auf den Fundamenten eines älteren Sakralbaus errichtet wurde. Laut der gefundenen Gründungsinschrift war die ältere Kirche der Darstellung der Jungfrau Maria gewidmet und wurde 1370 / 1371 zur Stiftung des jungen Königs Marko Mrnjavčević (1371 – 1395) erbaut. Die Überreste der Kirche von Kraljevica Marko wurden 1966 unter der neueren Kirche Sveta Nedelja entdeckt.
Die Fresken, die die Wände der Kirche bedeckten, wurden nur in Fragmenten gefunden. In den Ruinen der Kirche ist ein weiteres außergewöhnliches Denkmal der serbischen mittelalterlichen Epigraphik erhalten geblieben – der Grabstein der Nonne Marina, deren Geburtsname Struja war. Vom Eingang zum Vestibül ist ein geschnitzter Türsturz erhalten geblieben, auf dem Marks Gründungsakt aufgezeichnet wurde.
Sie befindet sich im Stadtteil Potkaljaja, der früher das serbische Viertel war, und liegt am Hang des Hügels über der Stadt, auf dessen Spitze sich die Überreste der sogenannten Festung von Prizren befinden. Die Kirche ist ein einschiffiges Gebäude von geringer Größe mit einer achtseitigen Kuppel, aus Stein und Ziegeln gebaut, mit wenig erhaltener Malerei im Inneren.
Während des Märzpogroms gegen die Serben im Jahr 2004 wurde die Kirche, wie die Jungfrau von Ljeviška und andere serbische Kirchen in Prizren, niedergebrannt und schwer beschädigt. In den folgenden Jahren wurde die Kirche in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Quelle: https://wanderlog.com/place/details/4028879/orthodox-monastery-of-the-holy-week
Die Kirche des Heiligen Erlösers - Orthodox Church "Sveti Spas" / SPC Crkva Svetog Spasa - wurde um 1330 erbaut und befindet sich im südwestlichen Teil der Stadt. Sie liegt auf einem kleinen Plateau unterhalb der die Stadt dominierenden Stadtfestung, in dem Teil, der einst das serbische Viertel war. Erbaut wurde es vom Herrscher Mladen Vladojević, der es im Jahr 1348 als Stiftung des Kaisers Dušan (König 1331–1346, Kaiser 1346–1355) dem Kloster der Heiligen Erzengel in der Schlucht der Prizrenska Bistrica schenkte. Die Republik Serbien hat sie 1990 zusammen mit anderen Kirchen aus Prizren zu den Kulturdenkmälern von außerordentlicher Bedeutung erklärt. Während des Pogroms im März 2004 steckten albanische Extremisten sie in Brand und beschädigten sie schwer. Vor der Kirche selbst befand sich ein Bunker deutscher KFOR-Angehöriger.
Im September 2013 wurde die Eingangstür der Kirche aufgebrochen und das Tor entfernt.
Quelle: https://sr.wikipedia.org/wiki/Црква_Светог_Спаса_у_Призрену
Fortsetzung im Teil 2: Reisebericht Montenegro Kotor 2025 (Podgorica, Kotor, Budva)
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Reiseberichte über eine Rundreise durch Albanien und Kosovo (mit Orid / Mazedonien) 2012